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Diese Rubrik soll Ihnen das Siebenbachmühltal und den Messenthiner Wald mit seinen schönen Wanderwegen näher bringen. Hierzu haben wir einige Berichte, Karten, Bilder und Skizzen zusammen getragen.

Zum Gedenken und Ehren an den Messenthiner Waldverein zu Stettin der von 1907 bis 1945 bestand wurden mehrere Wanderungen von dem Förster Herrn Nowaczewski und Herrn Prof. Kurt Bergunde organisiert und durchgeführt. Zu erwähnen sei hier noch die Wandergruppe Frau Kipper, die an den Wanderungen teilnahm.

 

Hierzu noch einmal recht herzlichen Dank an folgende Personen die dieses ermöglicht haben:

  • Förster Herr Nowaczewski
  • Dr. Hans Günter Cnotka
  • Pfarrer Jan Kazieczko

Besonderer Dank gilt auch der Familie Czaplewski für Ihre Gastfreundschaft (Wanderung 1995).Info zu dem Bild rechts: Der freigelegete Kirchplatz mit dem grossen Christuskreuz im Mai 1993 links Frau Haag-Bergunde in der Mitte Herrn Nowaczewski und rechts Frau Brigitte Kipper.

An dieser großen Maiwanderung von 1995 nahmen teil:Prof. Kurt Bergunde, Dr. Hans Günter Cnotka, Magarete Czunski, Margot Kabattek, Brigitte Kipper, Cili Nicowicz, Wania Rateij, Helene Sielizka, Ursula Zander und Christel Zywizcka

Am Abend nach der Weihe des Gedenkkreuzes 02. November 1993

Eingeladen bei der Familie Czapilewski in Zedlitzfelde. Hinten Bild links Pfarrer Jan Kazieczko und rechts in der Türe stehend der Sohn Marek der Gastfamilie.

 Maiwanderung 1993

Wanderung mit dem Förster von Wussow zur Herzogseiche 1993

 

Maiwanderung auf den

Spuren des Messenthiner Waldvereins

Stettin, am Sonnabend, 27.05.1995

Teilnehmer: Prof. Kurt Bergunde, Bremen Dr. Hans Cnotka, Kiel Margarete Czunki, Stettin Margot Kabettek - Jerka, Stettin Brigitte Kipper, Stettin Caecilia Nicowiecz, Stettin Wanda Rateij, Stettin Helene Sielicka, Stettin Ursula Zander, Galmsbüll/Niebüll Christel Zywizcka, Stettin

Skizze der Rundwanderung bitte hier klicken! 

Maiwanderung durch den Messenthiner Wald

Frühmorgens am 27 Mai 1995 starteten 10 Wanderfreunde /7 Frauen von der örtlichen Gesangsgruppe des DFK zusammen mit 3 Stettinern aus dem westen) mit dem Linienbus von der Innenstadt nach Messenthin. Das Ziel war die Erwanderung des Warsower Plateaus.

Kurt Bergunde, Bremen, hatte man die Führung von Messenthin über Neuendorf in Richtung Herzogseiche anvertraut mit dem Endziel Zedlitzfelde. Ein Rundgang durch Messenthin, vorbei an den unter Denkmalschutz stehenden uralten Bäumen, ließ ahnen, warum gerade in diesem Ort im Jahre 1907 der "Messenthiner Waldverein" gegründet wurde.

Auf seinen Spuren wollte man jetzt wandern. Heutzutage gibt es hier keinen polnischen Tourismus; das wurde deutlich an der verlassenen Bahnstation und der zweckentfremdeten und heruntergewirtschafteten "Messenthiner Waldhalle". Vom zweiten Niveau eines früheren Haffstausees (ca. 25m über NN) ging es durch das Maigrün des Messenthiner Waldes hinauf auf die über 100 m hochgelegene Fläche des 700 jährigen Bauerndorfes Stettin Neuendorf. Die Kirche konnte nur von außen besichtigt werden.

Über weite Felder, die so recht zum Gesang einluden, führte der Weg dann wieder zum Waldgebiet. Die Richtung zur Zwillingseiche, die neben der abgetragenen Herzogseiche auch heute noch zu bewundern ist, wurde jedoch knapp verfehlt. Dafür entschädigte der verkürzte Pfad entlang der Waldschneise am Schulzenkampbach zur Zedlitzfelder Lehmkuhle.

Die Schönheit der Natur erfreute alle: Der herrliche Buchenwald mit den V-förmig eingeschnittenen Beeken und dazu gelegentliche Maiglöckchen stellen passten so recht in den sonnigen Tag. Bei den Ruinen der früheren Villa des Malers Troschel wurde das Wanderziel Zedlitzfelde um die Mittagszeit erreicht.

Beim ersten Haus neben den zerstörten Gasthaus "dreilinden" begrüßte uns eine Frau in deutscher Sprache" Ihr seid heute aber in großer Zahl gekommen"! Doch die Wanderer konnten heute hier nicht einkehren, denn sie wurden bereits an anderer Stelle erwartet. Beim gastfreundlichen polnischen Forstwart Czaplewski war schon der Mittagstisch mit anschließender Kaffeetafel gedeckt.

Erst hier entdeckten 3 Wanderfreundinnen das sie allesamt aus dem gleichen Kreis Flatow stammten. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Gang zum Holzkreuz auf dem Zedlitzfelder Kirchplatz, wo der Katholische Pfarrer Jan Kazieczko aus Neu-Pölitz eigens für unsere Gruppe erschien zu einem Gebet und freundschaftliche Worte auszutauschen.

Die Rückfahrt erfolgte über Pölitz mit dem Linienbus nach Stettin. Dort klang der erlebnisreiche Wandertag aus mit den Worten, die der Festschrift zum 25 - jährigen bestehen des "Messenthiner Waldvereins" im Jahre 1932 entnommen wurden: "Freut Euch des Lebens an schönen Sommertagen, aber schützt auch die hungrigen Vögel im kalten Winter. Wer die Natur und die Vorgänge genau beobachtet, der wird bald mit ihr auf vertrautem Fuße stehen, der wird sie immer wieder bewundern und lieben, weil er weiß, das es die HEIMAT ist, die solche Schätze birgt. Und so wird er seine Liebe auf diese Heimat übertragen und im Herzen bewahren.

Das ist es, was die Messenthiner Wanderfreunde anstreben und erhalten wollen: Die Liebe der Bevölkerung zu ihrer Pommerschen Heimat!" Die Zukunft wird zeigen, ob dieser Wandertag eine einmalige Veranstaltung war oder ob die geäußerten Wünsche bald wahr werden. Die Wiederbegründung eines "Stettiner Waldverein" mit regelmäßigen Wandertagen im Laufe eines jeden Jahres.

Dr. Hans - Günter Cnotka

Besonderen Dank der Gastfreundschaft von Familie Czaplewski an diesem Tage!

Der Förster Herr Nowaczewski führte mehrere Wanderungen durch die in dankbarer Erinnerung geblieben sind!

Kurt Bergunde - August 2007 -

 

Wegetabelle

Zu den schönsten Wanderungen des „Messenthiner Waldvereins" gehörten die Wege ins
Siebenbachmühlental, das man am besten entweder oberhalb der alten Schule des Stettiner
Vorortes WUSSOW anwandert oder unterhalb des Forsthauses Wussow, jeweils hinunter
zum Glambecksee oder vom Glambecksee hinauf über die Kaisermühle - die einzige noch
nach 1945 erhalten gebliebene Mühle im Siebenbachmühlental. - Die Zedlitzfelder
Dorfschule machte 1940 unter der Leitung des Lehrers Rohjahn von Zedlitzfelde über die
Herzogseiche und Vogelsang eine Tageswanderung über das Siebenbachmühlental zum
Glambecksee, 1940 besuchten wir also erstmals die Muthgehermühle ( entnommen aus
Heinz Gelinski „Stettin eine deutsche Großstadt in den 30er Jahren", Seite 179 ). Unser Foto
zeigt die heutige Wüstungsstelle.

Wir geben zur Orientierung im Gelände die Skizze eines Kartenauschnittes aus dem Meßtischblatt von 1938 bei und dazu auch die Wegetabellen, errechnet von Horst Mann ( gestorben am 4. Januar 2007 ) ; wir erkundeten im Frühjahr
2006 gemeinsam mit Horst Mann und Ehepaar Kirchner diese Wanderwege; dem großen Wanderfreund der Sfeftiner Buchheide Herrn Horst Mann gilt diese Mitteilung nun als ein ehrendes Andenken

Die Wüstungsstelle der bis 1945 erhaltenen Mutgebermühle ist im Foto festgehalten, Aufnahme von Kurt Bergunde, Mai 2006 Das Siebenbachmühlental im Norden Stettins erreicht man vom Glambecksee aus oder vom Treffpunkt der Kirche in WUSSOW.

  1. Wegetabelle vom Nordostausgang in WUSSOW zum Obermühlenweg als Start:,
  2. In Wussow führt von der alten Schule ein Weg zur Obermühle = 1,5km
  3. Obermühle bis Klappmühle = 2,0 km
  4. Klappmühle bis Bergmühle = 0,7 km
  5. Bergmühle - Muthgebermühle == 0,9 km
  6. Muthgeber-M.bis Papillon-M. = 0,6 km
  7. Papillon-M. bis Kaisermühle =0.75 km
  8. Kaiser-M. bis Kuckucksmühle =1,4 km
  9. Kuckucksmühle bis Glambecksee = 2,7 km dort erreicht man ein gutes Restaurant

Da die Gesamtstrecke 10, 25 km ergibt, empfiehlt sich eine Abkürzung so zu nehmen, dass
der Start bei der Muthgebermühle beginnt, auf deren „Wüstungsstelle" unser Foto hinweist.

Empfehlung: die Asphaltstrasse vom Glambecksee nach Wussow macht auf halber Höhe
einen Sprung nach links; wenn diese Strasse wie die Skizze des Messtischblattes im
Ausschnitt zeigt wieder in ursprünglicher Richtung parallel versetzt weiterläuft, führt links
der Wigandweg zur Stelle der früheren Muthgebermühle = diese Abkürzung ist also unsere
Empfehlung, und dann erreicht man abwärts über die Stelle der Papillon-Mühle, Kaiser-
Mühle /einzige erhaltene der sieben Bergmühlen, und die Position der Kuckucks-Mühle

hin unter zum Restaurant Nähe Glambecksee! Die gesamte Abkürzung dieser Wanderstrecke
von der Position Muthgeber-Mühle bis zum Restaurant beträgt ca. vier bis fünf Kilometer.Zur Information gehört ein Kartenteil als Ausschnitt aus dem Meßtischblatt von 1938 .... intern für den Historischen Arbeitskreis Stettin gehört dazu eine DIA - Serie von der letzten Wanderung im Mai 2006 mit Kirchners und unserem Freund Horst Mann (verstorben 04.01.2007)

-Kurt Bergunde/Juni2008-